Internationaler Tag der indigenen Völker 2015

Baden, 9. August 2015 – Heute ist der Internationale Tag der indigenen Völker. Er wird veranstaltet, um die Rechte der indigenen Bevölkerung zu fördern und zu schützen. Als kleine Non-Profit-Organisation unterstützt Mama Tierra Indigene in ihrem Streben nach Selbstbestimmung, Menschenrechten und Umweltschutz. Danke, dass Sie sich auch für die Indigenen einsetzen!

Wayuu frau schützt sich vor der Sonne

Unglaublich aber wahr!

Auch im Jahr 2015 werden die Rechte der Indigenen verletzt. Dies zeigt auch das Beispiel der Wayuu-Indigenen aus Kolumbien und Venezuela. Die Wayuu leben in einer kargen Wüste, in der es seit einem Jahr nicht mehr geregnet hat. Im selben Gebiet ist aber auch das Schweizer Rohstoffhandelsunternehmen Glencore Xtrata tätig. Das in Zug ansässige Unternehmen verbraucht Millionen Liter Wasser für die Förderung des grössten Kohlebergwerkes der Welt in La Guajira, Kolumbien. Kohlebergwerke sind extrem umweltfeindlich: Sie sind die schmutzigste Energiequelle die es gibt, und Hauptverursacher der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen.

carbon

In Kolumbien verdursten die Indigenen

Da die Indigenen Selbstversorger sind, fehlt ihnen das Wasser für den Gartenbau und um Tiere aufzuziehen. Die Folgen sind verheerend. Stillende Mütter haben nicht ausreichend zu essen und zu trinken, mehr als 30.000 Kinder sind stark geschwächt, Tausende bereits an Durst und Unterernährung gestorben.

Die Lage in Venezuela sieht genau so düster aus

Denn die Situation in Venezuela war noch nie so schlimm. Was letztes Jahr 100 Bolivares kostete, kostet heute 168 Bolivares! Viele Wayuu-Frauen leben in ruralen Gebieten ausserhalb der Städte. Um dorthin zu gelangen, müssen die Frauen eine Vielzahl von Militärsperren überwinden. Dort nimmt man ihnen das Essen weg oder sperrt sie wegen illegalen Schmuggels ein. Über die venezolanische Grenze nach Kolumbien ist die Zufuhr von einem Kilo pro Produktkategorie gestattet, beispielsweise ein Kilo Mehl, da in Venezuela Produkte viel weniger kosten. Das ist ein Problem, denn die Wayuu-Frauen haben eine grosse Familie zu ernähren und reisen alle paar Wochen, um in Venezuela einzukaufen. In Kolumbien einzukaufen ist zu teuer für sie. Und warum auch, die Wayuu haben ja in der Regel doppelte Bürgerschaft. Laut Olivia Palmar, einer indigenen Journalistin, sitzen 110 Wayuu-Frauen wegen “Nahrungs-Schmuggels” im Gefängnis.

Wayuu women

Emanzipation von indigenen Frauen!

Besonders fördern wir die Unabhängigkeit der indigenen Frauen. Den indigenen Frauen steht eine besondere Rolle zu, weil sie die grösste Verantwortung in ihrer Gemeinschaft tragen. Deshalb stehen indigene Frauen bei uns im Zentrum. Sie sichern den Unterhalt der Familie, erziehen die Kinder, kämpfen für die Erhaltung der Natur und geben ihre Kultur weiter.

Wenn die indigene Frau Unterstützung erhält, wird ihrer ganzen Gemeinschaft und ihrem Umfeld geholfen. Deshalb vertreiben wir indigenes Kunsthandwerk und fördern damit die finanzielle Unabhängigkeit der indigenen Frauen. Mama Tierra hält sich an die Grundsätze und Standards von Swiss Fair Trade.

​Unterstütze Indigene, rette Mutter Natur! Spenden an 

Verein Mama Tierra
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Mama Tierra

August 9th, 2015 View Profile

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