EINLADUNG: Kundgebung Venezuela

AUSLANDSVENEZOLANER: “NEIN ZU DEN MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN UNSERER LEUTE” 

Die Veranstaltung findet am Samstag, den 1. März 2014 von 11.30 bis 14.00 Uhr am Bürkliplatz in Zürich statt 

Coral Hernandez

Coral Hernandez

Zürich, 28. Februar 2014 – Die venezolanische Gemeinschaft mit Wohnsitz in der Schweiz ruft für diesen Samstag, den 1. März, zu einer Kundgebung auf; um gegen Menschenrechtsverletzungen in ihrer Heimat zu demonstrieren. Die Auslandsvenezolaner bitten den Bundesrat, die Schweizer Bevölkerung und alle internationalen Organisationen in der Schweiz um Hilfe. Sie sollen Präsidenten Maduro auffordern, die Menschenrechte des Volkes das zu verteidigen er geschworen hat, zu respektieren.

„Ich bange um das Leben meiner Schwester, die in Venezuela durch ihre Teilnahme an Kundgebungen in Gefahr ist. Ich hingegen lebe in einem demokratischen Land und mache von meinem Recht auf Meinungsfreiheit gebrauch: Deswegen erhebe ich meine Stimme in Solidarität zu den Demonstrierenden. Es ist meine Pflicht als Venezolanerin, die Willkür der Regierung zu thematisieren. Andernfalls wäre ich eine Komplizin der Lügen seitens der venezolanischen Regierung“, erklärt Steyci Escalona, Organisatorin der Veranstaltung in Zürich.

Die Unzufriedenheit der Bevölkerung angesichts geballter Kriminalität, Unterdrückung, Nahrungsmittelknappheit und Zensur der Medien wird in den Strassen von Venezuela deutlich. Die Venezolaner sind es leid, dass die Regierung, die seit 1999 an der Macht ist, die Situation verschlimmert. Präsident Maduro zeigt Härte und drosselt die Kundgebungen durch Streitkräfte ab. Die Proteste haben bis heute 18 Tote (die meisten durch Kopfschüsse), rund 150 Verletzte und 550 Inhaftierte gefordert. 33 Personen meldeten Folter.

Carlos Garcia Rawlins Reuters_4 Opposition Riot

Gemäss der Nichtregierungsorganisation (NRO) Forum Penal hat die Polizei in Barinas, der Heimatstadt des verstorbenen Präsidenten Hugo Chavez, demonstrierende Jugendliche schwer misshandelt. Die NRO wirft der Polizei vor, die Jugendlichen unter Beschimpfungen durch Regierungsanhänger nackt durch das Dorf gezerrt zu haben. Weitere Foltervorwürfe beschreiben sexuellen Missbrauch, Verletzungen durch Baseballschläger und Fingerbrüche durch Treten. Andere Protestierende meldeten, dass die Polizei sie gezwungen habe, über Stunden eine in Benzin getränkte Jacke zu tragen.

Die Informationen, die über öffentliche Medien fliessen, werden in Venezuela von der Regierung eingeschränkt. Das Internet bleibt die einzige Informationsquelle. Im Minutentakt gibt es Videos her, in denen Menschenrechtsverletzungen seitens der Streitkräfte und paramilitärischer Gruppen gegenüber den Demonstranten explizit werden.

Der Oppositionsführer Leopoldo Lopez sitzt in einem Militärgefängnis in Haft. Die Regierung wirft ihm Terrorismus vor und macht ihn für die Morde während der Proteste verantwortlich. Lopez hatte mehrmals zu friedlichen Demonstrationen aufgerufen. Der Regierungsgegener Ivan Simonovis wurde wegen seinem Widerstand ohne jeden Beweis zu 30 Jahren Haft verurteilt.

Priest_JosePalmar_Woundeed by police_MARACAIBO_19.2.2014

Trotz der grossen Ölvorkommen in Venezuela plagt die Wirtschaft eine Inflationsrate von 56%.  Die Politik der Regierung ist es, die Devisen zu kontrollieren, die Privatwirtschaft zu verstaatlichen und Investoren zu entmutigen. Das hat eine Produktknappheit hervorgerufen. Der Mangel an Medikamenten in öffentlichen Krankenhäusern verschärft die Qual der Bürger Venezuelas noch.

„Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte besagt: Wenn die Menschenrechte nicht respektiert werden, sind die Bürger gezwungen, die eigenen Rechte vor der Tyrannei zu verteidigen. Das ist genau das, was die Leute in Venezuela tun und was auch wir am Samstag in Zürich tun werden“, sagte Veranstalter Alexandre Wdowik.

Wir danken herzlich für die Solidarität seitens der Schweizer Bevölkerung.

Mama Tierra

February 28th, 2014 View Profile

Supporting indigenous people, saving mother earth!

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