MAMA TIERRA protestiert für die Rechte der Indigenen

Als Schweizerin mit wayuu-indigenen Wurzeln lasse ich keine Möglichkeit aus, um die Leute über die schlimme Situation dieses Urvolkes zu informieren. Auf diesen Fotos bin ich bei verschiedenen Demos für Menschenrechte in Venezuela anwesend, die in Bern und Zürich stattgefunden haben. Viele Venezolaner wissen gar nicht, wie schlecht es um die Indigenen steht. Mein Ziel war es, sie über die Situation der Urvölker im eigenen Land zu informieren. Die Rolle der Indigenen als Beschützer der Natur und der Wasserquellen ist den Kreolen nicht klar. Der Regierungsplan Venezuelas 2013 bis 2019 sieht die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen vor. Die Regenwälder in Venezuela werden der Korruption in Venezuela zum Opfer fallen, falls sich nicht mehr Venezolaner dagegen wehren. Mich hat es überrascht, dass von 400 Personen nur eine Bruchzahl den Regierungsplan der Chavez-Regierung überhaupt gelesen hat. 

Die venezolanische Regierung plant, in Naturparks wie der Sierra de Perija Bergwerke zu bauen, die die Trinkwasserquellen zerstören. Dadurch drohen einheimische Pflanzen und Tiere auszusterben. Gebiete grösser als die ganze Schweiz werden dadurch trockengelegt. Indigene Aktivisten wie der Yukpa Sabino Romero, der dagegen protestierte, werden ermordet. Venezuela ist dank seinen Urwäldern wie dem Amazonasgebiet die Lunge unserer Welt. Die Situation in Venezuela geht uns alle etwas an!

Diese Demos gaben mir die Möglichkeit, die Menschenrechtsverletzungen an Indigenen durch den venezolanischen Staat zu thematisieren. Ein paar sagten, das sei ein “soziales” Thema und es habe keinen Platz auf diesen Demos, bei denen es um Menschenrechtsverletzungen an Venezolanern gehe. Eine Frau war so wütend, weil ich über die “Indianer”gesprochen hatte, dass sie mir das Mikrofon aus der Hand riss. 

Sind denn die Indigenen keine Venezolaner? Werden deren Rechte denn nicht auch verletzt? Es ist schockierend, dass das eigene Volk sich nicht um diese Thematik kümmert. Zum Glück sind wir von MAMA TIERRA auch noch da! 

Nach einer Diskussion kam ich doch zu Wort und meine späteren Reden brachten die Leute dazu, über das Thema nachzudenken. Ein paar hielten auch unsere Plakate in die Höhe, die mehr Rechte für Indigene forderten, und identifizierten sich mit der Thematik. Es ist ein langer Weg, aber MAMA TIERRA hat sich zum Ziel gesetzt, für und mit den Indigenen für ihre Interessen zu kämpfen. Ein wichtiger Schritt ist sicher, die Bevölkerung aus Ländern wie Venezuela über die Situation der Indigenen und ihre Rolle im Umweltschutz wachzurütteln. 

Katherine Portmann

Bern, Mai 2013

Bern, Mai 2013

Zürich Bürkliplatz 2014 Katherine Portmann, spricht über die Situation der Indigenen in Venezuela an der Grenze zu Kolumbien

Zürich Bürkliplatz 2014
Katherine Portmann, spricht über die Situation der Indigenen in Venezuela an der Grenze zu Kolumbien

Plakat

MAMA TIERRA hat 20 Plakate produziert für die Demo und unter den Demonstrierenden verteilt

Zürich Bürkliplatz 2014

Protestierend um den Tot von Sabino Romero

Protestierend wegen den Tot von Sabino Romero

Sehr bestürtzt wegen den 28 Wayuu-Indigenen die seit 2011 ermordet wurden durch die venezolanischen Streitkräften.

Sehr bestürtzt wegen den 28 Wayuu-Indigenen die seit 2011 ermordet wurden durch die venezolanischen Streitkräften.

Mama Tierra

May 30th, 2014 View Profile

Supporting indigenous people, saving mother earth!

Leave a Reply