Die Kinder sind die Zukunft: helfe uns ihnen zu helfen

Zu Weihnachten 2012 hat Maria Luisa Lundvik, die Direktorin des Kinderwerks Benposta, in Venezuela über 6800 Geschenke unter den ärmsten indigenen Kindern in Lateinamerika verteilt. Wir fuhren über holprige Strassen und überquerten Flüsse, um die indigenen Völker Añu und Wayuu zu erreichen.

Maria Luisa mit  Añu-Indianer-Babies

Nach stundenlangem Reisen war es soweit: Die Indigenen empfingen uns herzlich mit einem riesigen Applaus. Unter der brennenden Sonne haben wir tausende von Spielzeugen unter den Kindern verteilt. Für viele war es das erste Mal, dass sie überhaupt ein Geschenk erhielten. Das Lächeln, das auf ihre Gesichter trat, ist unbeschreiblich. Ihre Augen strahlten vor Glück. Gleichzeitig fühlte ich mich schuldig, im helvetischen Wohlstand zu leben. Obwohl ich alles habe, bin ich manchmal unzufrieden. Auf jeden Fall schätze ich die Vorteile, die das Leben in der Schweiz bietet, aufgrund dieses Erlebnisses umso mehr.

Das Schönste war, die Kinder dabei zu beobachten, wie sie mit ihren neuen Spielzeugen spielten. Maria Luisa erklärte mir, wie wichtig es ist, diese Kinder zu lieben, denn sie sind unsere Zukunft. Ein beschenktes Kind erfährt so, dass es geliebt wird. Dass es nicht wertlos ist, nur weil es in extremer Armut geboren wurde.

Nenes_Benposta

Maria Luisa ist seit bald 30 Jahren die Direktorin von Benposta, einer Non-Profit Organisation für indigene Kinder in Venezuela, mit der WayOo International eng zusammenarbeitet. Sie erzählte mir von Jose. Jose bekam sein erstes Geschenk, ein Auto aus Holz, von Maria Luisa. Seine Mutter arbeitete als Haushaltangestellte für eine reiche Familie, die Jose seine Ausbildung bezahlte.
Jahre später traf ihn Maria Luisa wieder. Ein 35-jähriger schöner Mann, der als Verwalter einer venezolanischen Institution arbeitet und richtig Karriere machte. Jose erzählte ihr, dass er das Holzauto immer noch aufbewahrt und es für ihn Hoffnung symbolisiert. Das Geschenk liess in ihm einen Kampfwillen aufblühen, der ihn im Leben weitergebracht hat.

Ein anderes Mal wurde Maria Luisa an der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela von bewaffneten Männern überfallen. Doch der Mann der ihr die Pistole an den Kopf hielt, senkte die Waffe und rief die anderen Schuften auf Maria Luisa und ihre Freunde in Ruhe zu lassen. Maria Luisa konnte es nicht lassen und auf die Frage hin, weshalb er sie laufen liess antwortete er: Du hast meiner Grossmutter vor 8 Jahren einen Rollstuhl geschenkt, als ich noch ein Kind war, du bist eine gute Person, geh!

MAMA TIERRA unterstützt das Kinderdorf Benposta in Venezuela. Bitte vergiss nicht, dass Venezuela dank seinen Urwäldern und seiner grossen Artenvielfalt die Lunge unserer Welt ist. Trage dazu bei, auch in diesen Kindern das Bewusstsein dafür zu verstärken.

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Mama Tierra

January 13th, 2013 View Profile

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