Miriam Romero, Tochter des Yukpa-Caciques Sabino Romero, ist tot

Miriam RomeroSierra de Perija, Venezuela – Die Yukpa-Indigene Miriam Romero Martinez fiel am 5. Mai in Ciudad Bolivar der Malaria zum Opfer. Eine Krankheit, die in Europa seit den 60ern ausgerottet ist, an der aber weltweit noch Hunderttausende sterben. Die älteste Tochter des Häuptlings Sabino Romero hinterlässt vier minderjährige Kinder.

Ihr Vater Sabino Romero war der meistgefürchtete Häuptling in Venezuela. Er kämpfte bis zum bitteren Ende um das Land seiner Vorfahren. Drei bewaffnete Männer erschossen den Kaziken am 3. März 2013 in der Sierra de Perija. Er hatte es gewagt, sein Land, seine Kultur und seine Familie zu verteidigen. Sein Tod ist bis heute noch ungesühnt und die Familie ungeschützt. Silverio Romero, Sabinos Sohn, wurde im Januar dieses Jahres angeschossen. Seine Angreifer sind noch auf freiem Fuss. 

Todesfälle in Venezuela durch vermeidbare und heilbare Krankheiten!

Sabino Romero LusbiPortillo AlexanderFernandez

Sabino Romero LusbiPortillo AlexanderFernandez

Laut der Non-Profit Organisation Homo et Natura aus Maracaibo starb Miriams Tante vor kurzem ebenfalls an Malaria im Perija-Regenwald. Vor zwei Wochen hörte ihr frühgeborener Neffe in der Universitätsklinik von Maracaibo wegen Unterernährung auf zu atmen. Kürzlich verstarb auch Ipica Ishishu mit 30 Jahren an Tuberkulose. Alle Verstorbenen waren unterernährt und  zeigten Blutmangel auf, so die Organisation.

Spannungen zwischen Grossbauern und Indigenen wegen Landesrechten

Obwohl der verstorbene Präsident Hugo Chavez im Jahr 1999 die venezolanische Verfassung änderte, hatte dies wenig Nutzen für die Indigenen. Heute haben weniger als 3 % der Urvölker das Land für ihre Gemeinschaften zurückerhalten. Die Verzögerung bei der Rückgabe des Landes an die Urvölker hat zu starken Spannungen zwischen Bauern und Indigenen geführt, so auch in Perija, wo jeden Monat ein Indigener aufgrund dieses Streites ermordet wird. Die Familienmitglieder von Miriam und Sabino Romero sind fast alle tot. Miriams 90-jähriger  Grossvater, José Manuel Romero, erlag im Alter von 90 Jahren seinen Verletzungen nach dem Sicarios ihn verprügelt hatten, die angeblich die Großgrundbesitzer Vargas geschickt hatten.

Los indigenas en Venezuela son para la politica publicidad gratis

Die Korruption ist das grösste Hindernis in der Gesundheitsförderung

Das grösste Problem der Krankheitsprävention, Heilung und Behandlung liegt aber in der Korruption. Die Budgets der Regierung, um die Gesundheit der Urvölker in Venezuela zu fördern und zu schützen, werden gestohlen. Die Indigenen sprechen meistens kein Spanisch und wissen auch nicht, wie sie sich wehren könnten. Soziale Projekte werden wankelmütig improvisiert, öffentliche Budgets verschwinden in Korruption. Die Gier der Politiker leert die Kassen, die die Grundrechte der Indigenen finanzieren sollten, in rasantem Tempo. 

Die Prävention muss im Einklang mit der einheimischen Kultur erfolgen

Gesundheits-Vorhaben für die Indigenen sind in Venezuela nicht nur knapp, sondern in vielen Gebieten inexistent. Das Misstrauen der Indigenen wie der Yukpa gegenüber den westlichen Leuten ist gross. Es erschwert den Urvölkern den Zugang zur Medizin zusätzlich. Es braucht einen starken Willen und viel Vorbereitung seitens der Regierung, um eine nachhaltige Lösung für die indigenen Gemeinschaften zu schaffen. Ohne die Urvölker zu erschrecken, ohne ihre medizinischen Rituale zu verspotten und ohne sich über ihre Bräuche lustig zu machen.

In Venezuela gibt es Tausende von indigenen Gemeinschaften in schlechtem Gesundheitszustand. Während die sozialistische Regierung angibt, den Indigenen zu helfen, und ihre Fotos in politischen Kampagnen verwendet, verschlechtern sich die Lebensbedingungen der Indigenen. Im Jahr 2008 kam eine 10-Bolivar-Fuerte-Note mit dem Portrait des Kaziken Guaicaipuro heraus, ein indigener Führer der Karibik, der im XVI. Jahrhundert bis zum Tode gegen die Eroberer gekämpft hatte. Aber welchen Vorteil hat diese Note gebracht? Ausser gute Publicity für das Chavez-Lager?

muecke-moskito-malariaWas ist Malaria?

Malaria ist ohne Medizin tödlich, aber vermeidbar und mit etwas Geld in der Tasche meistens auch heilbar. Diese Krankheit wird durch Parasiten, die dem Menschen durch den Biss von infizierten Moskitos übertragen werden, verursacht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet, dass die Malaria im Jahr 2012 fast 627.000 Todesfälle verursacht hat. Alle in Schwellen- oder Drittweltländern. 

Was gäbe es für Möglichkeiten der Prävention?

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Verwendung von Moskitonetzen oder Insektiziden in den Innenräumen der Schlüssel für den Schutz gegen dieses Übel. Heilmittel, die kostengünstig und sehr effektiv sind. Es wären 2,6 Milliarden Dollar nötig, um den Auswirkungen dieser Krankheit, die 90 Länder auf der ganzen Welt bedroht, entgegenzuwirken. Doch Prävention allein ist nicht genug: Früherkennung und Behandlung reduzieren die Ausbreitung von Krankheiten und Todesfällen.

Wo ist Malaria verbreitet?

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Miles de niños mueren en la Guajira

Entre 2008 hasta el 2013 se han reportado la muerte de 2965 niños indígenas en la Guajira colombiana. Las muertes de niños por desnutrición y falta de agua se agudizan, sobretodo después del cierre de la frontera entre Venezuela y Colombia por Caracas. Ya que los Wayuu en Colombia compraban la comida en Venezuela por ser mas barata.

Video corto

Hambruna en La Guajira Colombia from Mama Tierra on Vimeo.

Documental

El exterminio del pueblo indígena Wayuu – causa de la irresponsabilidad del gobierno colombiano y venezolano from Mama Tierra on Vimeo.

La población infantil indígena de la Alta Guajira ha sido la más afectada por la falta de alimentos, agua y combustible en la región, a causa de la crisis que afecta actualmente la frontera colombo-venezolana.

Luego de la prohibición del ingreso de harina, agua, sal, azúcar y aceite entre otros alimentos, cerca de 20 niños fueron ingresados a los hospitales con alto grado de desnutrición.

A finales de marzo 2014 el presidente venezolano Nicolás Maduro implementó una nueva guardia para evitar que se exporten alimentos desde Venezuela a Colombia, desabasteciendo en casi un 100% a La Guajira. Una de las zonas mas pobres de todo el continente americano.