Karen Fleischmann Botschafterin für Ethno-Couture

Das Schweizer Model und Aktivistin für nachhaltige Mode Karen Fleischmann unterstützt die Non-Profit Organisation Mama Tierra. Durch den Einsatz von Karen Fleischmann als Botschafterin sollen die von der NPO begünstigten indigenen Frauen mehr Sichtbarkeit erhalten. „Botschafterin für Mama Tierra zu sein bedeutet für mich Hoffnung zu schenken. Faire und umweltfreundliche Arbeitsumstände sollten weltweit ermöglicht werden. Mama Tierra ist hierfür ein wunderbares Vorbild“, sagt Karen.

Die Taschen und Hüte der karibischen Wayuu-KunsthandwerkerInnen, zwischen Venezuela und Kolumbien, sind weltweit ein Hit. Die New York Times hat die Wayuu-Tasche als Kultobjekt gekürt. Stars wie Cara Delevingne, Shakira und Schweizer VIPs wie Nina Burri und Mahara McKay tragen die Wayuu-Totems. Die Designs verführen mit Mystik und spiegeln Elemente von Mutter Natur und der Wayuu Kosmologie wider. Zudem schildern sie Offenbarungen in Träumen. Die Qualität des Kunsthandwerks ist ein Zeichen von Geschick, Intelligenz, Können und Lernfähigkeit.

Die trendigen Hüte werden aus der Iraka Palme geflochten und benötigen bis zu acht Stunden, um fertig gestellt zu werden. Dabei verwenden die Wayuu eine Diagonalflechttechnik, die jeden Hut zu einem Einzelstück macht. Liebevolle Details wie Pompons verwandeln die traditionellen Hüte in lässige Fashion-Accessoires.

Die Indigenen in La Guajira, im Norden von Südamerika zwischen Kolumbien und Venezuela, führen kein idyllisches Leben, wie es oft romantisiert wird, sondern kämpfen um ihre Existenz. Laut dem kolumbianischen Amt für Statistik lebt über 80% der indigenen Bevölkerung in extremer Armut. „Es ist wichtig, den Indigenen nachhaltige Jobalternativen zu bieten, um die Menschen nicht in kriminelle und gefährliche Tätigkeiten – wie zum Beispiel der Benzinschmuggel aus Venezuela nach Kolumbien – zu treiben. Dadurch müssen die Indigenen ihr Leben nicht aufs Spiel setzen und können gleichzeitig ihre materielle Kultur am Leben erhalten.“, sagt Dr. Phil. Rosa Enn, Vize-Präsidentin von Mama Tierra.

Giving Back

Die Einnahmen des Absatzes fliessen gänzlich in das Projekt, um somit die grösstmögliche Anzahl von Personen zu beschäftigen. Die Indigenen erhalten das Material im Voraus, damit sie nicht ihr eigenes Kapital investieren müssen und monatlich eine sichere Abnahmequelle haben. Ein grosser Vorteil für die Frauen ist es, dass sie die Kunsthandwerke von zu Hause aus herstellen, wo sie nach ihren Kindern und Nutztieren Ausschau halten können. Der Verein finanziert ausserdem Ernährungsprogramme, Spitalaufenthalte und sichert den Frauen medizinische Versorgung.

Jährlich besucht ein Mitglied von Mama Tierra die Indigenen und stellt sicher, dass die Hilfe eintrifft. Die Beschäftigung verändert zusätzlich Genderrollen, da nun die Frauen im Haushalt das Geld verdienen und sie in ihrer Handlungsmacht bestärkt werden.

Die Taschen von Mama Tierra sind auf www.mama-tierra.com erhältlich. Der online Shop wird aus Baden betrieben, von wo aus das Kunsthandwerk in alle Welt verschickt wird.

Das Fotoshooting mit Karen Fleischmann ist im Frauenbad Stadthausquai in Zürich entstanden. Die Fotografin Stefanie und Make-Up Artist Jana Jankularova haben mitgewirkt.

Über den Verein Mama Tierra

Mama Tierra ist eine Schweizer Non-Profit-Organisation, die indigene Völker aus der Karibik in ihrem Streben nach Selbstbestimmung, Menschenrechten und  Umweltschutz unterstützt.

Im Fokus stehen Frauen, weil sie den Unterhalt der Familie sichern, die Kinder erziehen und für die Erhaltung der Natur sorgen. Die Frau ist das stärkste Bindeglied in der indigenen Gesellschaft, was besonders auf die Wayuu-Indigenen aufgrund ihrer matrilinearen Verwandtschaftsstruktur zutrifft. Das bedeutet, dass die Mutterlinie ausschlaggebend ist für ihre soziale Organisation.

 

mama-tierra.org  und Shop: mama-tierra.com