Welttag der indigenen Völker

Mama Tierra lanciert Crowdfunding-Kampagne zugunsten von indigenen Frauen

Am Welttag der indigenen Völker präsentiert der Verein Mama Tierra seine Crowdfunding-Kampagne auf 100days.net. Das Ziel der Non-Profit Organisation ist es, den indigenen Wayuu-Frauen im Norden Kolumbiens Zugang zu Solarenergie zu verschaffen. Laut der UNO gehören indigene Völker zu den am meisten benachteiligten und verletzlichen Gruppen von Menschen in der Welt. Dem wirkt Mama Tierra mit seiner Mission und der „Licht ins Dunkel bringen“-Kampagne tatkräftig entgegen.

Durch die Kampagne sollen mindestens 100 Haushalte mit Solarlampen und Panels versorgt werden. Die Lampen sind die beste Unterstützung für die Frauen, die ohne Stromversorgung leben. Viele von ihnen sind Mütter oder umsorgen ältere Verwandte. Eine Lampe ist dabei eine grosse Stütze, da die Frauen ihre Umgebung während der Nacht besser wahrnehmen können.

Weltweit gibt es schätzungsweise 370 Millionen Indigene. Obwohl sie weniger als 5 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, zählen sie zu den 15 Prozent der ärmsten Schichten. Ihre kulturelle Vielfalt ist gross. Zusammen sprechen Indigene eine überwältigende Mehrheit der weltweit geschätzten 7 000 Sprachen und repräsentieren 5 000 verschiedene Kulturen. Mama Tierra fördert die materielle Kultur der Wayuu-Indigenen und löst damit ihre Hungersnot. Die NPO ermöglicht indigenen Frauen Zugang zum Weltmarkt. Zum Beispiel hat der Verein indigene Taschen in Asien als Luxusprodukt positioniert. Damit bietet Mama Tierra den Frauen ein stabiles Einkommen. Prominente wie Nina Burri, Karen Fleischmann und Mahara McKay unterstützen Mama Tierra als Botschafterinnen.

Die Idee des Crowdfundings oder Schwarmfinanzierung ist es, dass heute am Welttag der indigenen Völker jeder sich mit 15 CHF am Projekt beteiligt und somit die Kampagne schnellst möglichst finanziert werden kann.

Für grössere Spenden bietet Mama Tierra tolle Gegenleistungen wie: Freundschaftsarmbänder, Hängematten und Kissenbezüge die die Entstehung der Welt laut den indigenen schildern.
Zusammen bringen wir Licht ins Dunkel!

Über den Verein Mama Tierra

Mama Tierra ist eine Schweizer Non-Profit-Organisation, die indigene Völker aus der Karibik in ihrem Streben nach Selbstbestimmung, Menschenrechten und Umweltschutz unterstützt.

Im Fokus stehen Frauen, weil sie den Unterhalt der Familie sichern, die Kinder erziehen und für die Erhaltung der Natur sorgen. Die Frau ist das stärkste Bindeglied in der indigenen Gesellschaft, was besonders auf die Wayuu-Indigenen aufgrund ihrer matrilinearen Verwandtschaftsstruktur zutrifft. Das bedeutet, dass die Mutterlinie ausschlaggebend ist  für ihre soziale Organisation.

Nina Burri ist Botschafterin von Mama Tierra

Frisch, trendig, frech und jede ein Unikat! Die Rede ist von den Taschen der Wayuu-Frauen, die Mama Tierra online anbietet. Das Ziel des Vereins Mama Tierra ist es, die am Rande der Armut lebenden indigenen Frauen in Kolumbien und Venezuela durch den Vertrieb von Accessoires finanziell zu stärken.
Auch Nina Burri trägt eine Tasche der Wayuu. „Mir sagte das Projekt von Mama Tierra von Anfang an zu“, sagt sie. Die prominente Schweizerin wirbt auf Fotos für die Kunstwerke und unterstützt damit die Mission der Non-Profit-Organisation.

Aufgrund der hochwertigen Arbeit und Einzigartigkeit des Designs steigt die Nachfrage nach den Unikaten in der Modeszene stetig an: Shakira, Cara Delevingne auch bekannte Schweizer Frauen, wie Mahara Mckay und Karen Fleischmann, tragen die Taschen und zeigen damit Solidarität zu den indigenen Kunsthandwerkerinnen. Slow Fashion – dafür stehen die Produkte von Mama Tierra! „Jede unserer Taschen trägt den Namen der Frau, welche diese hergestellt hat“, sagt Dr. phil. Rosa Enn, Vize-Präsidentin des Vereins. Auf der Website von Mama Tierra lassen sich zudem weitere Informationen über die Herstellerinnen finden: über ihre Kultur und Lebensweise, die familiären Verhältnisse und ihre Lebensumstände.

Die Wayuu leben in der Wüste zwischen Kolumbien und Venezuela, am nördlichsten Zipfel Südamerikas. Die Web-, Knüpf- und Häkeltechniken verlangen jahrelanges Üben und sind mit einem Initiationsritus verbunden. Doch nicht nur durch die Handarbeit bekommt jede Tasche eine eigene Seele: Die Frauen wählen die Motive und Farbgestaltung selbst aus.

Viele der Muster haben eine spirituelle Bedeutung. So lassen sich auf den Tribal-Taschen Tierspuren, Heilpflanzen oder Sternkonstellationen entdecken. Die aufwändige Herstellung einer Tasche kann bis zu 60 Stunden in Anspruch nehmen.

„Bei uns stehen die indigenen Frauen im Zentrum“, sagt Rosa Enn von Mama Tierra. Die Wayuu-Frauen haben in ihrer Gesellschaft eine besondere Rolle und tragen eine grosse Verantwortung. Sie sind es, die den Unterhalt der Familie sichern, die Kinder erziehen, für die Erhaltung der Natur kämpfen und ihre Kultur weitergeben

Die Fotos von Nina Burri sind im Masoala Regenwald des Zoo Zürich entstanden. Der Zoo Zürich setzt sich aktiv für die Erhaltung natürlicher Lebensräume ein und ist damit für die Taschen der Wayuu-Frauen die ideale Kulisse.

Weitere Personen die am Shooting mitgewirkt haben sind: Maximilian de Vree, (Photograph) und Lorena Lareo Carral (Stylistin).

Die Taschen, Hüte, Kissenbezüge und Accessoires von Mama Tierra sind auf www.mama-tierra.com erhältlich. Der online Shop wird aus Baden betrieben, von wo aus das Kunsthandwerk in alle Welt verschickt wird.

Pressematerial und Fotos: auf Anfrage press@mama-tierra.org

Nina Burri Botschafterin von Mama Tierra

Über den Verein Mama Tierra

Mama Tierra ist eine Schweizer Non-Profit-Organisation, die indigene Völker aus der Karibik in ihrem Streben nach Selbstbestimmung, Menschenrechten und  Umweltschutz unterstützt.

Im Fokus stehen Frauen, weil sie den Unterhalt der Familie sichern, die Kinder erziehen und für die Erhaltung der Natur sorgen. Die Frau ist das stärkste Bindeglied in indigenen Gesellschaften, was aufgrund ihrer matrilinearen Verwandtschaftsstruktur besonders auf die Wayuu-Indigenen zutrifft. Deshalb ist die Mutterlinie ausschlaggebend für ihre soziale Organisation.

www.mama-tierra.org

www.mama-tierra.com

 

 

 

Die versteckte Ausbeutung der Wayuu-Frauen

Die Wayuu Taschen erreichen in Europa und den Vereinigten Staaten einen Verkaufswert von bis zu 600 USD. Allerdings ist die lächerliche Gewinnmarge der Wayuu Kunsthandwerkerin beunruhigend.

Der Mythus von „Waleker“, den Ramón Paz Ipuana meisterlich verfasst hat, erzählt von dem verwaisten Mädchen namens “Wokoloonat”, die der Jäger Irunnu als Tochter in seine Dorfgemeinschaft aufgenommen hat. Wokoloonat verwandelte sich in der Nacht in eine schöne junge Frau. Während alle schliefen, zog sie aus ihrem Mund leuchtende Fäden, mit denen sie die ganze Nacht bis zum frühen Morgen wunderschönes Kunsthandwerk kreierte. Der wahre Name von Wokoloonat war Walenker, was in Wayuunaiki, die Sprache der Wayuu-Indigenen, Spinne bedeutet. Laut den Erzählungen der Ältesten war sie diejenige, die den Wayuu das Herstellen von Kunsthandwerk beigebracht hat. Dieses ist wohl das typischste Kulturobjekt der Wayuu.

Die Designs sind weltweit bekannt und beliebt. Was zugleich als ein lukratives Geschäft in den Vereinigten Staaten, Europa und neulich in Ländern wie Südkorea erscheint. Webseiten, die „Wayuu Bags“ anbieten, überfluten das Internet. Auf virtuellen Marktplätzen wie ebay.com und amazon.com können die Susus (Wayuu Taschen) gekauft werden. Die Preise im Netz variieren zwischen 100 bis 600 USD.

Wayuu Taschen

Der Erfolg der traditionellen Wayuu-Tasche ist gross. Sogar die New York Times hat die Susu als Kultobjekt definiert. Es scheint, dass die ikonische „Stammes-Tasche“ die perfekte Mischung aus „exotisch und stilvoll” sei, sagte die Modekritikerin Anne Slowey in ihrem Artikel.

In Anbetracht des Status der Wayuu-Tasche, ihres Preises und ihrer Begehrtheit, erscheint die prekäre Situation ihrer Schöpferinnen unerklärlich. Obwohl die Wayuu-Frauen täglich ihre Zeit der akribischen Herstellung der Tasche widmen, leben viele von ihnen und deren Familien in extremer Armut. Tausende von Wayuu Kindern leiden an den verheerenden Folgen von Unterernährung. Wie kann das sein, wo sich doch hinter den Kreationen der Frauen ein weltweiter Markt ausbreitet?

Eine unterbewertete Kunst

Die Kunsthandwerkerin Gloria Flores Uraliyuu sagt, dass sie wenig vom Verkauf ihrer Produkte habe. „Die bunten Taschen verkaufen wir im Rio Hacha Markt für 55 000 Pesos (18,3 USD) und die unifarbigen für 45 000 Pesos (15 USD). Für eine einfarbige Tasche (die mit zwei Fäden gemacht wird) werden bis 3 Arbeitstage investiert, während eine mehrfarbige Tasche zwischen 4 und 5 Tage in Anspruch nimmt. Das Material kostet zwischen 11 000 bis 16 000 Pesos “, sagt sie.

Gloria hält die Arbeit der Wayuu im Allgemeinen für ungewürdigt, da Mittelmänner vom In- und Ausland die Taschen zu extrem niedrigen Kosten suchen. “Ich beobachtete vor kurzem eine indigene Frau, die mit einem Mann diskutierte, weil er ihre bunten Taschen für 20 000 Pesos (6,6 USD) kaufen wollte.

Manchmal geben die Käufer den Frauen sogar Falschgeld. Aber es gibt auch aus dem Ausland kommende Alijunas (Westliche), die unsere Arbeit würdigen. Zum Beispiel hat ein Herr meiner Mutter für Ihre Tasche den fairen Preis von 100 000 Pesos bezahlt (33,3 USD)“, sagt Gloria.

Rafael Uraliyuu aus der Kabras Dorfgemeinschaft vertreibt seit acht Jahren Kunsthandwerk und macht nur Verlust. “Eigentlich verkaufen wir die Taschen ohne viel an ihnen zu verdienen. Der Gewinn beläuft sich meistens auf 5 000 Pesos (1,7 USD). Es gibt viele Leute, die die Taschen sehr billig kaufen wollen. Sie zahlen höchstens 40 000 Pesos, um sie dann für 100 oder 200 000 Pesos wiederzuverkaufen.

Mit einem Gewinn von 3 Tausend Pesos pro Tasche kann meine Familie nicht überleben. Also widmet sich meine ganze Familie, mehr als 40 Menschen, der Herstellung und dem Verkauf der Taschen. Die Leute scheinen unsere Anstrengungen nicht zu schätzen und unsere Arbeit ist schlecht bezahlt”, klagt Rafael Uraliyuu.

Wayuu Frau schützt sich vor der Sonne

Paula Restrepo, die Direktorin der Stiftung “Talento Colectivo”, hat sich der Förderung des fairen Handels von Kunsthandwerk in Kolumbien verpflichtet. Paula ist der Meinung, dass die Wayuu-Frau eine schwache Stellung im Handel von Kunsthandwerk einnehme. “Jeden Tag kann man beobachten, wie Wayuu-Frauen um 5 Uhr morgens von ihren Dörfern auf den Markt kommen, um ihre Produkte zu verkaufen. Wir stehen vor einer Situation, in der gegen die Wayuu-Frauen Gewalt eingesetzt wird. Eine Frau, die kaum Spanisch spricht, alleine unterwegs ist und schlecht für ihre Arbeit bezahlt wird“, sagt Paula.

Für Paula stellt es kein Problem dar, wie viel eine Tasche in Frankreich, Deutschland oder Italien kostet, sondern was mit der Wayuu-Gemeinschaft passiere. Man solle sich folgende Fragen stellen: Wer verteidigt die Rechte von einigen Frauen, wenn sie ihr Kunsthandwerk verkaufen?

“Solange die Wayuu-Frauen keine Unterstützung haben, versuchen Schlaumeier ihre Produkte unter der Logik des konventionellen Handels zu billigen Preisen zu bekommen. Niemand kümmert sich darum, wie die Kunsthandwerkerin heisst, wie viele Kinder sie hat, ob ihr das Geld ausreicht oder ob sie mit ihrem Verkauf Verlust macht. Die Logik des Händlers hat nichts mit Menschenrechten zu tun, sie wollen einfach billige Produkte kaufen”, sagt sie.

Dieser Artikel wurde von Leonel Lopez, ein Wayuu-Indigener Journalist geschrieben. Der Ganze Artikel ist hier auf Spanisch verfügbar:

http://www.wayuunaiki.com.ve/reportaje/la-explotacion-silenciosa-de-la-mujer-artesana-wayuu/?platform=hootsuite

Wayuu women and their work from Mama Tierra on Vimeo.

Wayuu-Kunsthandwerkerin über ihre materielle Kultur

Interview mit der Wayuu-Kunsthandwerkerin Isabel Palmar Guedez

Foto: Armando Liñan, Isabel in ihrem Atelier

Foto: Armando Liñan, Isabel in ihrem Atelier

Isabel Palmar Guedez gehört dem Jusayu Clan an und stammt aus der Gemeinde Yoruma in der Alta Guajira im nördlichen Kolumbien. In der Guajira ist Isabel als eine der besten Wayuu Kunsthandwerkerin bekannt.

MAMA TIERRA: Isabel, weshalb ist Perfektion im Kunsthandwerk für die Kultur der Wayuu so wichtig?

Isabel: Genau wie es für einen Arzt wichtig ist seinen Beruf so gut wie möglich auszuüben, ist für eine Wayuu-Frau ein hervorragend hergestelltes Kunsthandwerk wichtig. Beide sind Profis und werden in ihrer Gemeinde aufgrund ihrer guten Arbeit von allen bewundert. Wenn sie vor einer perfekt gemachten Wayuu-Tasche oder Mochila stehen, fragen sich Wayuu oder Alijuna (Kreole), wer dieses hervorragende Stück Kunsthandwerk gemacht hat. Jeder wird dann den Urheber dieses Werkes kennenlernen wollen!

Die Wayuu-Taschen sind mein Spezialbereich. Kunsthandwerkliche Techniken wie Häkeln, Weben und Knüpfen sind das Erbe, das ich den anderen Frauen in meiner Familie weitergebe. Eine gute Kunsthandwerkerin wird immer ein gutes Beispiel für alle anderen Frauen sein. Diese Verbindung stellt die Existenz des Wayuu-Kunsthandwerks sicher.

Wayüu-Baby

“Häkeln, weben und knüpfen sind Künste, die ich von meiner Mutter gelernt habe, und meine Mutter hat es von ihrer Mutter gelernt.”, Isabel Guedez Palmar, Alpha Kunsthandwerkerin.

MAMA TIERRA: Was für einen kulturellen Stellenwert hat das Kunsthandwerk für die Wayuu?

Isabel: Damit Wayuu-Frauen Kunsthandwerk kreieren, braucht es Ruhe, Aufmerksamkeit sowie gute Laune. Andernfalls, wenn man in schlechter Stimmung ist, gelingt das Maschenbild nicht. Der Faden verhaspelt sich oder das Design wird unsymmetrisch. Ich muss mir ständig überlegen: Wie werde ich die Farben kombinieren? Stimmt die Grösse? Habe ich die Maschen richtig gezählt? Soll ich Garn oder Wolle benutzen? Das sind alles Fragen, die mir durch den Kopf gehen.

73 Jahre alte WayOo Indianerin Copyright:Wayuunaiki.org

Copyright:Wayuunaiki.org

“Eine Wayuu-Tasche fertigzustellen, ist ein bisschen wie ein Kind zur Welt zu bringen“.

MAMA TIERRA: Wie geben die Wayuu ihr Wissen weiter?

Isabel: Ich erlernte das Kunsthandwerk von meiner Mutter. Sie hat mir gezeigt kleine Täschchen zu häkeln. Als kleines Kind hat man kaum gespielt wie die Kinder von heute, unser Spiel waren das Häkeln und Weben. Das war ein besonderer Moment zwischen Mutter und Tochter. Ich erinnere mich noch, als meine Mutter mich auf einmal rief, um mir das Kunsthandwerk beizubringen. Sie meinte, wenn sie nicht mehr an meiner Seite sei, würde ich ein Handwerk beherrschen und könne es irgendwann mal meine Enkelkinder lehren. Und so war es! Wenn ich webe, erinnere ich mich an ihre Worte.

MAMA TIERRA: Was halten Sie von den Wayuu Taschen mit doppeltem Faden?

Isabel: Es gab schon immer Frauen, die die Kunst des Häkeln, Webens und Knüpfens nicht meisterten und etwas peinliche Maschenmuster erzeugten. Einige Wayuu-Frauen zogen in venezolanische Städte, allen voran nach Maracaibo, weil sie auf der Suche nach Jobmöglichkeiten waren. Die Wayuu-Frauen, die in Kontakt mit der Stadt kommen, nehmen den urbanen Lebensstil an und vergessen, was die Wayuu-Tasche bedeutet. Sie tauschen die Wayuu-Taschen gegen jene von Strassenhändlern oder Einkaufszentren.

Schlechte versus gute Qualität

Die älteren Frauen lehren die jüngeren Generationen das Kunsthandwerk nicht mehr. Junge Frauen bemühen sich nicht ein perfektes Maschenbild herzustellen und versuchen gar nicht mehr sich selber zu übertreffen. So geht die kulturelle Identität verloren; in den Clanen stirbt das Kunsthandwerk aus. Obwohl einige Frauen versuchen das Kunsthandwerk aufrechtzuerhalten, ist es so, dass gut gemachtes Kunsthandwerk verschwindet.

Die meisten Wayuu-Taschen, die in städtischen Gebieten gemacht werden, entsprechen nicht der erwarteten Qualität der Wayuu-Tradition. Auch wenn alle Wayuu sind, ist an einem gewissen Punkt die Kette der Tradition unterbrochen worden.

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MAMA TIERRA: Warum gehen die „traditionellen“ Designs verloren?

Isabel: Die kulturelle Identität verschwindet. Es wird wenig Wert auf die Verwendung und Bedeutung der Kanas (traditionelles Wayuu Design) gelegt. All dies ist Folge des Verlusts der Sprache der Wayuu: das Wayuunaiki. Die kulturelle Wichtigkeit des Kunsthandwerks gerät in Vergessenheit und die Bedeutung, die jede Wayuu-Tasche in sich trägt, wird nicht mehr erkannt.

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Diseñadora copia diseño indigena?

Por Katherine Portmann – Esta primavera Isabel Marant lanzó en su colección “étoile” un atuendo prácticamente idéntico a la blusa lucida en el traje tradicional del pueblo Mixe en Santa María Tlahuitoltepec. En respuesta esta comunidad indígena alzó su voz contra la apropiación por Marant de su patrimonio cultural. Durante una rueda de prensa, las autoridades tradicionales de la comunidad de Santa María Tlahuitoltepec enfatizan que: “la blusa hace referencia a la biodiversidad de la Sierra de Oaxaca y por lo tanto materializa nuestra cosmovisión.” Los indigenas acusan a Isabel Marant de apropiarse de sus elementos culturales, privando a los indigenas mexicanos de su propiedad colectiva.
En la pagina Facebook de la diseñadora Isabel Marant, se manifiestan cantidades de personas recriminándole el plagio y la acusan de querer patentar los diseños de Tlahuitoltepec. En respuesta Marant aclara no haber iniciado ninguna proceso legal para patentar los diseños de la comunidad indígena. Según el portal de noticias Oxaca Quadratin el presidente municipal de esa localidad Mixe, Erasmo Hernández afirma desconocer la existencia de alguna demanda legal de parte del gobierno de Francia, que prohibe la producción y uso de los diseños de la comunidad de Tlahuitoltepec. Al parecer la disputa por el diseño del pueblo Mixe es entre la diseñadora Isabel Marant y la empresa Antik Batik, cual posee el patente del diseño Mixe y por ello demandó a dicha diseñadora por plagiarlo. Es decir la diseñadora se copio de un diseño ya plagiado por Antik Batik del pueblo mixe.

La comunidad de Santa María Tlahuitoltepec exige a la diseñadora Isabel Marant de detener la comercialización de su diseño tradicional, como también resarcir los daños ocasionados. De igual manera los indigenas invitan a Marant a visitar la zona y conocer las artesanas que elaboran la blusa, para descubrir así el valor cultural del Huipil de Tlahuitoltepec.

No solo los indigenas se han visto confrontados con plagio de multinacionales, aún peor es el caso de los artesanos en Australia por la empresa Deckers. Algunos años atrás esta empresa norteamericana inicio juicios legales contra los productores australianos de botines UGG, ya que Deckers había patentado esta categoría de zapatos como también invertido millones de dólares en su mercadeo. Los juicios fracasaron y en casi todos los países menos en Turquia, donde se les prohibe a los artesanos australianos de comercializar los zapatos que inventaron sus abuelos en los años 50. UGGS

From Wikipedia.org

Wikipedia.org

De igual forma se formaron disputas legales por propiedad intelectual sobre la denominación de arroz “Basmati” en India, por la comercialización de sustituto de azúcar llamado “Stevia” e incontables son los casos de biopirateria. También es conocido el plagio de la cultura Wayuu por empresas chinas, donde la compra de mil bolsos el precio unitario en alibaba.com se reduce a 2 dólares americanos. Pero menos conocido es el plagio por empresas de alta costura como Proenza Schouler, emulando en sus carteras hechas en serie el diseño o kanas tradicional Wayuu llamado según el estudio etnográfico de Mirja Wark “Marüliünaya”. En una entrevista con New York Times el diseñador Lazaro Hernandez afirma: “hemos estado queriendo crear un tejido para PS1, pero no habíamos encontrado nada que podriamos usar. Después este proyecto se apareció.” el diseñador de Proenza Schouler se refiere a la iniciativa de la editora de Vogue Lauren Santo Domingo, la cual acudió en el 2010 a 40 diseñadores para adaptar la mochila Wayuu a su propio estilo. 


Se ha hablado de Sophie Anderson, la cual comercializa mochilas colombianas sin mencionar artesanas Wayuu. No es conocido si Anderson retribuye justamente las artesanas. Aparte de su razón comercial, no es visible ningún interés social o cultural por los Wayuu. Tomando en cuenta que según UNICEF Colombia el indice de desnutrición infantil en la Guajira monta casi a un 30%, urgimos a la marca de mostrar responsabilidad corporativa. La mano de obra Wayuu es económica por la situación de pobreza de este grupo étnico. Según estadísticas oficiales del estado colombiano, mas del 80% de indigenas Wayuu en el corregimiento Uribia, sufren de pobreza. 

Pero no es solo Anderson, son muchos los comerciantes de mochilas y no son solo los alijunas, o sea los occidentales, quienes ejercen el rol de intermediario, al contrario la mayoría son indigenas.

Patentar la categoria Wayuu? En realidad ya existe un patente de categoría hecho por Artesanias de Colombia en la Union Europea en el año 2011. Pero sirve poco en China! Para lograr una protección de derecho intelectual, se necesita un bufete de abogados disputando los derechos de autor en todos los países del mundo, como también registrar cada diseño respectivamente.

Algún tiempo atrás sonó mi teléfono y una chica llamada Yosuzi Silvester exigía borrar una foto de su amiga modelo Poppy Delevigne luciendo su producto en nuestra cuenta Instagram. Claramente le habíamos atribuido los créditos, pero Yosuzi requería la eliminación e la foto, ya que ese diseño le pertenece. Yusuzi afirma haberlo creado y esta tramitando el patente de “su diseño” con un abogado en Colombia. Aunque la madre de Yosuzi es Wayuu, es correcto que su marca se apropie del patrimonio cultural de todos los indigenas Wayuu? 

So in love with my ace of base @yosuzi hat, that I thought it was time to celebrate with yet another froggle face 🐸💕🐸 Ein von Poppy Delevingne (@poppydelevingne) gepostetes Foto am

Las artesanas Wayuu siguen sin acceso directo al mercado nacional e internacional
Las comerciantes de artesanía en la Guajira venden el hilo dos veces el precio a las mujeres Wayuu, como también las agujas y tijeras necesarias para elaborar su artesanía. Al mismo tiempo ganan por revender la artesanía comprada con suficiente margen. Es decir, a la artesana el material para elaborar una mochila le cuesta el doble y reciben poca paga.
Parece haber una opinión despectiva sobre los comerciantes Alijuna y cierto romanticismo hacia los distribuidores Wayuu. No somos todos seres humanos? O tienen los comerciantes Wayuu valores éticos mas elevados, solamente por pertenecer al mismo grupo étnico? Ojalá entonces traspasen los comerciantes estos valores de justicia a los políticos Wayuu de La Guajira.

Perdida cultural
Una terrible consecuencia de perdida cultural es la aparición de la mochila de dos hilos o dos hebras. Según entrevistas con Eudoxia Iguaran en Nazareth, Colombia, las mujeres Wayuu le trasmiten virtudes como perfeccionismo y aplicación a las niñas durante el encierro. El encierro o blanqueo* es un rito de pasaje donde la niña se convierte en una mujer ideal, siendo recluida por su familia durante algún tiempo. Este aislamiento se inicia con la primera menstruación de la adolescente. Durante la reclusión, la adolecente aprende a tejer con un hilo, es la técnica mediante la cual los Wayuu impregnan perfeccionismo y atención al detalle. Virtudes que poco se encuentran en los criollos venezolanos por ejemplo.

El mercado empuja la cultura Wayuu a la mediocridad
El mercado de los bolsos Wayuu requiere un producto a bajo costo para generar suficiente demanda, por esto se deja de tejer con la mayor perfección posible y se genera un bolso mal hecho. Lo importante para la industria de la moda es que se venda en masas. Si una vez una una Mayajut, señorita Wayuu, aprendio que los bolsos los debe elaborar lo mejor posible, ahora el criterio es que los haga velozmente sin fijarse el la calidad. Me sorprendió que Patricia Velazquez, fundadora de la aldea infantil Wayuu Taya, comercialice los bolsos de dos hilos, o sea las mochilas mal hechas.

Mochilas de dos y una hebra

Porque las artesas Wayuu venden su arte tan barato?
Puesto que las artesanas Wayuu llevan una vida humilde, habitan a horas de distancia en vehículo de la proxima ciudad como Rio Hacha o Maicao, se ven obligadas a vender su artesanía a una distribuidora situada en la Guajira o quien va a recoger la mercancía esporádicamente. Aveces venden sus mochilas en las calles o al primer comprador que salga. En sus mente tienen la necesidad de sus hijos. No llueve como antes, no nace comida y la que venden es muy costosa para comprar. Sabias que hasta poco se solía pagar con Bolivares en la Alta Guajira? Según el periódico el Pais, la devaluación en febrero 2015 en Venezuela alcanzo un 88%.

Durante mi ultimo viaje a la Alta Guajira, le pregunte a una educadora Wayuu sobre el impacto de la industria de las mochilas. Me comentó que aunque las artesanas son mal pagadas, la venta de artesanía contribuye en el sustento de muchas mujeres que encabezan sus familias. Recordemos que en La Guajira son pocas las fuentes de trabajo y siempre es mas restringida la posibilidad de auto-sustento por la falta de lluvia. Hasta la mano invisible de Adam Smith parece estar embolsillandose el dinero de las artesanas! Sabemos que es  contexto de la mujer Wayuu que obliga a las artesanas de vender su artesanía a bajo precio. Esto me recuerda a el libro de Ndongo Samba Sylla “Mercadeando pobreza para beneficiar los ricos.” Por cierto todos los vendedores de artesanía, desde boutiques en Francia a casas de moda, afirman que las artesanas se beneficiarían de la comercialización de mochilas.

Por medio de este articulo, queremos darle visibilidad al valor cultural de la artesanía Wayuu como también subrayar el abuso de la industria de la moda. Al mismo tiempo ofrecemos a artesanos una colaboración para vender su arte directamente. La misión de Mama Tierra como ONG, consiste en brindar apoyo a los pueblos indigenas en cuestiones de autodeterminación, derechos humanos, educación y protección ambiental. Por ende hacemos lo siguiente para cumplir nuestro fin:

  • Mama Tierra paga un precio superior de mercado a las artesanas.
  • Mantener la retribución en francos suizos para evitar que las artesanas sufran la inflación.
  • Todo el dinero se reinvierte en el proyecto.
  • Se trabaja con voluntarios para mantener los costos administrativos bajos. En realidad hasta hoy ningún miembro ha cobrado un sueldo, salvo el equipo Wayuu en Colombia y Venezuela.
  • La asamblea directiva Mama Tierra se encuentra liderada también por mujeres y hombres Wayuu.

Quieres participar? Escríbenos a info@mama-tierra.org
Pronunciamiento de la autoridad comunitaria de Tlahuitoltepec sobre plagio de Isabel Marant

 

*Mas información sobre el encierro véase el trabajo de la antropólogaMaya Mazzoldi, 2004.

Arepa: das Sinnbild der venezolanischen und kolumbianischen Küche

Arepas sind runde Brötchen aus Maismehl, die in Venezuela zu jeder Mahlzeit gegessen werden. Die Arepa stammt vom indigenen Volk Cumanagoto im Westen Venezuelas.

Arepas können pur genossen werden, aber sie schmecken am besten mit einer Füllung zum Beispiel mit Vegi Chilli con Carne oder einer Käse-Avocado Beilage!

Quelle: Ilovearepa.ch

Quelle: Ilovearepa.ch

 Zutaten für 4 Personen

2 Tassen / 235g „Harina P.A.N“-Mehl

2 Tassen / 250ml warmes Wasser

Eine Prise Salz

1 Esslöffel Öl

 

Das Mehl für Arepas heisst „Harina P.A.N“ und ist frei von Gluten und Konservierungsstoffen. Ihr findet das Mehl beim Türken oder Inder.

Zubereitung

1. Alle Zutaten in eine grosse Schüssel mischen und mit den Händen zu einem Teig kneten. Falls der Teig zu nass aussieht etwas Mehl dazugeben. Wenn der Teig aber bröckelt, dann einfach mit etwas Wasser vermischen bis er eine geschmeidige Textur erreicht hat.

2. Eine Handvoll Teig mit der Hand zu einem Ball formen. Dann mit der Handfläche zu einer grossen, flachen Scheibe pressen. Die Kanten am besten mit den Fingern rund formen. Die Arepa sollte etwa 1,25 cm dick sein und einen Durchmesser von 7,5 cm bis 10 cm haben. Weitere Arepas formen, bis Ihr keinen Teig mehr habt.

3. In einer grossen Bratpfanne einen Esslöffel Öl erhitzen und auf mittlerer Stufe die Arepas 10 Minuten auf jeder Seite goldig braten.

Die besten Arepas in der Schweiz macht Simon Figuera von http://www.ilovearepa.ch

Internationaler Tag der indigenen Völker 2015

Baden, 9. August 2015 – Heute ist der Internationale Tag der indigenen Völker. Er wird veranstaltet, um die Rechte der indigenen Bevölkerung zu fördern und zu schützen. Als kleine Non-Profit-Organisation unterstützt Mama Tierra Indigene in ihrem Streben nach Selbstbestimmung, Menschenrechten und Umweltschutz. Danke, dass Sie sich auch für die Indigenen einsetzen!

Wayuu frau schützt sich vor der Sonne

Unglaublich aber wahr!

Auch im Jahr 2015 werden die Rechte der Indigenen verletzt. Dies zeigt auch das Beispiel der Wayuu-Indigenen aus Kolumbien und Venezuela. Die Wayuu leben in einer kargen Wüste, in der es seit einem Jahr nicht mehr geregnet hat. Im selben Gebiet ist aber auch das Schweizer Rohstoffhandelsunternehmen Glencore Xtrata tätig. Das in Zug ansässige Unternehmen verbraucht Millionen Liter Wasser für die Förderung des grössten Kohlebergwerkes der Welt in La Guajira, Kolumbien. Kohlebergwerke sind extrem umweltfeindlich: Sie sind die schmutzigste Energiequelle die es gibt, und Hauptverursacher der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen.

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In Kolumbien verdursten die Indigenen

Da die Indigenen Selbstversorger sind, fehlt ihnen das Wasser für den Gartenbau und um Tiere aufzuziehen. Die Folgen sind verheerend. Stillende Mütter haben nicht ausreichend zu essen und zu trinken, mehr als 30.000 Kinder sind stark geschwächt, Tausende bereits an Durst und Unterernährung gestorben.

Die Lage in Venezuela sieht genau so düster aus

Denn die Situation in Venezuela war noch nie so schlimm. Was letztes Jahr 100 Bolivares kostete, kostet heute 168 Bolivares! Viele Wayuu-Frauen leben in ruralen Gebieten ausserhalb der Städte. Um dorthin zu gelangen, müssen die Frauen eine Vielzahl von Militärsperren überwinden. Dort nimmt man ihnen das Essen weg oder sperrt sie wegen illegalen Schmuggels ein. Über die venezolanische Grenze nach Kolumbien ist die Zufuhr von einem Kilo pro Produktkategorie gestattet, beispielsweise ein Kilo Mehl, da in Venezuela Produkte viel weniger kosten. Das ist ein Problem, denn die Wayuu-Frauen haben eine grosse Familie zu ernähren und reisen alle paar Wochen, um in Venezuela einzukaufen. In Kolumbien einzukaufen ist zu teuer für sie. Und warum auch, die Wayuu haben ja in der Regel doppelte Bürgerschaft. Laut Olivia Palmar, einer indigenen Journalistin, sitzen 110 Wayuu-Frauen wegen “Nahrungs-Schmuggels” im Gefängnis.

Wayuu women

Emanzipation von indigenen Frauen!

Besonders fördern wir die Unabhängigkeit der indigenen Frauen. Den indigenen Frauen steht eine besondere Rolle zu, weil sie die grösste Verantwortung in ihrer Gemeinschaft tragen. Deshalb stehen indigene Frauen bei uns im Zentrum. Sie sichern den Unterhalt der Familie, erziehen die Kinder, kämpfen für die Erhaltung der Natur und geben ihre Kultur weiter.

Wenn die indigene Frau Unterstützung erhält, wird ihrer ganzen Gemeinschaft und ihrem Umfeld geholfen. Deshalb vertreiben wir indigenes Kunsthandwerk und fördern damit die finanzielle Unabhängigkeit der indigenen Frauen. Mama Tierra hält sich an die Grundsätze und Standards von Swiss Fair Trade.

​Unterstütze Indigene, rette Mutter Natur! Spenden an 

Verein Mama Tierra
IBAN Number: CH06 0900 0000 6180 6037 0
Kontonummer: 61-806037-0
Adresse: 5400 Baden, Schweiz
PostFinance BIC (SWIFT-Code) POFICHBEXXX

Visitanto la tierra de Juya; dios de la lluvia

Sentía como el latido de mi corazón se aceleraba con cada metro que nos acercábamos a la alcabala. Un guardia venezolano abrió el maletero y encontró la comida que llevábamos hacia Colombia. Sosteniendo su su rifle dijo: “¿Sabían que el tráfico de comida es un delito que se paga con cárcel?”.

“Somos trabajadores sociales. Ayudamos a los pobres“, respondió el periodista indígena que viajaba a mi lado. “Adelante, pero para la próxima ya sabe”, contestó el guardia.

Guaridas Venezuela, Paraguachon (cesarnoticias.com)

Frontera Venezuela-Colombia, Paraguachón (cesarnoticias.com)

El trayecto hacia la Alta Guajira, desde el extremos occidental de Venezuela a la punta de Suramérica en Colombia, fue toda una odisea. Me impresionó como el chofer conocía el camino como la palma de su mano. Parecía lanzar dardos a ciegas, siempre tirando al blanco. Durante 8 horas atravesamos caminos verdes sin extraviarnos.

Caminos verdes hacia la Alta Guajira, Venezuela

Caminos verdes hacia la Alta Guajira, Venezuela

Guardando imágenes en el alma

Cuando llegamos ya era de noche, sólo se veía la cara de Yarariyu iluminada por un foco. “¡Por fin llegaron!”, exclamó. Después de hablar un rato con Yarariyu, me dormí en mi hamaca observando las estrellas. La luz de la civilización, nunca me había permitido apreciar el cielo estelar en todo su esplendor. Quise tomar una foto, pero Yarariyu dijo, “guarda los ancestros en tu corazón. En Tu alma perduran más que en una foto”. Para los Wayuu, los muertos se van a Jepirra, un lugar donde se encuentran los fallecidos para posteriormente volverse estrellas.

Mujer Wayuu

Mujer Wayuu

El canto de los gallos me levantó a las 4:50 am. Por fin la luz ahuyentaba la noche, revelando la maravillosa tierra de mis antepasados indígenas Wayuu. Nunca había visto cactus tan majestuosos. La tierra estaba árida, ya que no había llovido por 2 años.

Conociendo el clan del tigre

Mis amigos Wayuu

Mis amigos Wayuu

Yarariyu me tomó de la mano y me presentó su clan, llamado Uliana. Es el clan del tigre, al cual también pertenecía mi abuelo. Conocí a su tía Marta. Estaba sentada encima de una roca, tejiendo una hamaca en un telar de palo. Me impresionó como movía sus dedos, parecía una araña tejiendo su tela. Una hazaña considerando que Marta es casi ciega.

Admirando el telar de una mujer Wayuu

Admirando el telar de una mujer Wayuu

La familia nos agradeció mucho la comida que llevamos. Desde que el ejercito venezolano militarizó su territorio, a los Wayuu se les hace difícil transportar comida, económicamente accesible para ellos, hacia Colombia.

Siendo testigo del dios de la lluvia Juya

El tercer día ocurrió un milagro. De repente el cielo se oscureció, espantando una bandada de cardenales. Las nubes se engrandecían, rayos caían en el mar, mientras el viento nos soplaba la arena en la cara.
Los niños exclamaban;¡ahí viene, ahí viene! Las mujeres suspiraban, por fin Juya fecundará la tierra que nos dará de comer. No había llovido desde hace dos años. Oscureció y mientras reposábamos en nuestras hamacas, los abuelos contaban las historias del padre de todos los Wayuu, Juya. En la cultura occidental hablariamos de un dios, pero los Wayuu ven a Juya como un abuelo que se manifiesta por la lluvia. Los ancianos gozan de un alto respeto en esta cultura indigena, ya que transmiten el conocimiento concentrando el saber de muchas generaciones. Su función social y educativa es esencial.

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El paso de Juya, el “dios” Wayuu de la lluvia

La despedida

Pasaron las semanas y tuve que regresar a Suiza. Yarariyu preguntó:”¿tu crees que nuestro pueblo logre sobrevivir?” Mi amigo le respondió: “Ni toda la oscuridad del mundo podrá con la luz de una sola vela”.

Cacique Wayuu

Cacique Wayuu

Der Wayuu-Taschen-Markt: Kunst versus Kommerz

Yonna

Rusvelt Machado, Asociación Wayuu Araurayu

Wer sind die Wayuu?

Die Wayuu-Indigenen besiedeln den nördlichsten Zipfel Südamerikas. Mit 600 000 Personen ist es das zahlenmäßig größte indigene Volk Kolumbiens und Venezuelas. Als benachteiligte Bevölkerungsgruppe führen die Wayuu allerdings kein idyllisches Leben, sondern einen Überlebenskampf. Gründe dafür sind mangelnder Zugang zu sauberem Trinkwasser, Umweltverschmutzung und Inflation. Gemäss Recherchen des kolumbianischen Senders RCN sterben in La Guajira monatlich 50 Wayuu-Kinder unter 5 Jahren. 2013 zählte UNICEF Kolumbien 27,9 Prozent unterernährte Kinder in La Guajira Kolumbien.

Wayuu-Tasche mit Si'ira TragendPerfekte Wayuu-TascheWas ist eine Wayuu-Tasche?

Das Kunsthandwerk hat einen hohen Stellenwert in der Wayuu-Kultur. Letztere kommt in Mythen, Übergangsriten und Bräuchen zum Ausdruck. Eine Wayuu-Tasche wird mit drei Techniken kreiert: Weben, Knüpfen und Crochet-Häckeln, wobei das Häkeln relativ innovativ ist.

Das Wayuu-Volk lebte für viele Jahrhunderte abseits der westlichen Welt. Erst im 19. Jahrhundert drängte die katholische Kirche in die La Guajira Wüste ein und bewegte eine Grosszahl Indigener zum katholischen Glauben zu konvertieren. So haben die Wayuu-Frauen von Nonnen häkeln gelernt.

Heute haben laut der NY Times diese Ethno-Taschen Kultstatus erreicht.

Wie wurden die Wayuu-Taschen zum Mode-Accessoire? 

Die Geschichte beginnt im Jahr 2001, als das venezolanische Model Patricia Velazquez, Darstellerin im Blockbuster „Die Mumie“, ihren Hollywood-Kollegen Wayuu-Taschen umhängte.

Der Erfolg des Models mit indigenen Wurzeln war gross. Prompt gründete Patricia die Wayuu-Taya-Stiftung zugunsten von Wayuu-Kindern in Venezuela. Leider vertreibt Wayuu Taya Taschen mit doppeltem Faden; diese sind in Europa weit verbreitet und zeigen ein lockeres, ungenaues Maschenbild.

Bei den Wayuu-Taschen existieren Qualitätsunterschiede

Laut der bekannten Wayuu-Kunsthandwerkerin Eudoxia Iguaran (88 Jahre) sind jene Wayuu-Taschen, die mit doppeltem Faden gehäkelt werden, eine Neuerscheinung. Die Wayuu-Kultur setzt Perfektionismus im Kunsthandwerk voraus. Diesem Qualitätsanspruch werden die meisten Taschen, die mit doppeltem Faden hergestellt werden, nicht gerecht.

Schlechte versus gute Qualität

Die wahre Tradition der Wayuu ist das perfekt kreierte Kunsthandwerk

Nach der ersten Menstruation eines Wayuu-Mädchens führen erfahrene Kunsthandwerkerinnen sie in die Wayuu-Kunst ein. Durch das Weben und Häkeln prägt sich das Mädchen positive Werte wie Fleiss, Respekt und Perfektionismus ein. Die Qualität der Tasche zeugt von ihrer Intelligenz, ihrem Können und ihrer Lernfähigkeit.

Was zeichnet eine Qualitätstasche aus?

Die Wayuu-Tasche sollte fest gewoben sein. Ein lockeres Gewebe ist ein Indiz dafür, dass die Kunsthandwerkerin an Faden gespart hat. Nach der Erfahrung von Alex Garcia Palmar, der aus einer Familie von Kunsthandwerkern aus Maicao stammt, weist ein lockeres Maschenbild darauf hin, dass der Kunsthandwerker unterbezahlt ist. So sprechen auch lose Fäden oder einfach verdrehte anstatt geknüpfter Schnürbänder für eine verkürzte Fertigungszeit. Ein ausgearbeiteter Taschenboden weist auf einen höheren Rang der Kunsthandwerkerin hin. Die Faustregel ist: je komplexer und symmetrischer das Design, desto höher die Qualität der Tasche.

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Der Wayuu-Taschen-Markt

Seit ein paar Jahren vertreiben Einzelhändler, Luxusmarken und Designer Wayuu-Taschen und das stets unter der Prämisse, dass der Vertrieb der Taschen das Wayuu-Volk unterstützt. Aber ist dem so? Recherchen des kolumbianischen Fernsehsenders RCN zeigen, dass eine Ausbeutung der Wayuu-Indigenen stattfindet. Enttäuschend ist, dass auch Indigene selbst an der Ausbeutung der eigenen Stammesleute beteiligt sind.

Wie unterstützt man die Wayuu nun? 

  1. Den Händler nach der Herkunft der Taschen fragen.

Falls diese vom Rio Hacha-Markt kommen, ist das kein gutes Zeichen. Der Rio Hacha-Markt ist Hort von Wiederverkäufern, die Wayuu-Taschen laut dem RCN Sender zu Hungerlöhnen beziehen. Eine billige Tasche kostet dort 18 USD, in der Schweiz wird sie zu 200 USD verkauft. Gemäss dem kolumbianischen Fernsehsender RCN erhalten die Indigenen rund 8 USD.

Leider genügt es auch nicht, von Wayuu-Indigenen Taschen zu kaufen. Die Informationen des RCN-Senders sind ernüchternd. Auch die Wayuu sind Menschen und davon gibt es gute und böse.

Der Markt in Rio Hacha Kolumbien

2. Non-Profit Organisationen als Anbieter bevorzugen

Die Statuten, ein Jahresbericht der NPO oder eine Beschreibung ihrer sozialen Projekte geben Aufschluss über das Engagement und Professionalität. Schauen Sie sich genau den Werdegang und Erfahrung der Anbieter an.
Händler sollten einen glaubhaften Codex für ihren Handel aufweisen können. Die Frage danach wieviel eine Kunsthandwerkerin für ihre Arbeit erhält ist berechtigt.

3. Versteigerungsplattformen bitte nicht

Finger weg von Amazon oder Ebay, wo sich Taschen für 40 USD finden lassen. Die Herkunft der Taschen ist ungewiss, eventuell stammen sie aus China.

4. Qualitativ hochstehende Taschen vorziehen

Bevor die Wayuu-Taschen kommerziell ins Rollen gekommen sind, haben sie Wayuu-Frauen mit nur einem Faden gehäkelt. In der Kultur der Wayuu häkeln die Frauen die Taschen als Sozialisierungsinstrument, um sich weibliche Tugenden wie Perfektionismus und Geduld einzuprägen. Deswegen empfehlen die Ethnologen und Wayuu-Kunsthandwerker von Mama Tierra in Kolumbien und der Schweiz feinmaschige Taschen.

Seit die Taschen Absatz gefunden haben, lassen Zwischenhändler sie mit doppeltem Faden produzieren, was einen Qualitätsverfall des Produkts zur Folge hat: die Erstellungsdauer verringert sich von 3 Wochen auf 3 Tage, die Muster werden ungenau und die Maschen locker. Bei Taschen aus zwei Fäden braucht es nur 1,5 Stiche, um einen Zentimeter zu häkeln. Somit benötigen jene Taschen, die mit zwei Maschen gefertigt werden, fast dreimal weniger Aufwand.

Laut der Kunsthandwerkerin Eudoxia Iguaran (88 Jahre) entsprechen Taschen, die schnell hergestellt werden,  nicht der Wayuu-Kultur. Frau Iguaran sieht diese Taschen als Imitate, die die echten Wayuu-Taschen vom Markt vertreiben und die Wayuu-Kunsthandwerker schlecht dastehen lassen. Dem halten Händler entgegen, dass sie für die Wayuu Arbeitsstellen kreieren würden. Als NPO fordern wir Sozialleistungen und faire Löhne (250 USD ist der Mindestlohn in Kolumbien) für die Wayuu als Arbeitnehmer.

Eudoxia María Iguarán ist als die beste Wayuu-Handwerkering in Kolumbien bekannt. Hier übergibt der kolumbianische Präsident Santos Frau Iguaran einen Preis für exzellentes Kunsthandwerk.

Eudoxia María Iguarán ist als die beste Wayuu-Handwerkerin in Kolumbien bekannt. Hier übergibt der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos Frau Iguaran einen Preis für exzellentes Kunsthandwerk.

Wie erkennt man hochqualitative Wayuu-Taschen?

Copyright: Verein Mama Tierra (Schweiz), Asociación Indigena Mama Tierra (Kolumbien). Dieser Inhalt kann ohne unser Einverständnis nicht publiziert werden. Der Artikel spiegelt unsere Meinung und Recherche als NPO wider.

Interviews mit Wayuu-Kunsthandwerkerinnen.

Eudoxia María Iguarán (Nazaret Colombia) from Mama Tierra on Vimeo.

Wayuu women and their work from Mama Tierra on Vimeo.

Beim Kauf einer Wayuu-Tasche unbedingt auf Folgendes achten!

Wayuu Frauen1Die Wayuu sind das zahlreichste indigene Volk in Kolumbien und Venezuela und leben in der Grenzregion beider Länder. Das Volk ist für seine Ethno-Kunst weltweit bekannt. So sieht man Wayuu-Taschen in Läden von Amsterdam bis Zürich. Die grossen Qualitätsunterschiede zwischen den Tribal-Taschen sind eher unbekannt.
Auf die Qualität sollte man aber unbedingt achten, denn sie ist eine Garantie für einen besseren Lohn der Wayuu-Frauen, die die Taschen herstellen. Bei Billiglöhnen tritt ein Negativeffekt ein. Die Indigenen fertigen die Taschen immer schneller, mit einfachen Mustern und in niedrigerer Qualität: Hauptsache günstig. Durch das Kürzen der Anfertigungszeit von vier Wochen auf drei Tage verliert die Tasche an spiritueller und kultureller Bedeutung.

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Entrevista a Isabel Guedez Palmar tejedora de la Guajira

Esta entrevista se realizó a la artesa Wayuu Isabel Guedez Palmar del clan Jusayu, perteneciente a la comunidad de Yoruma Alta Guajira en Colombia. En la Guajira se dice, que Isabel es una de las mejores tejedoras Wayuu de sus tiempos. 

Fotografía: Armando Liñan, Isabel en su oficio

Fotografía: Armando Liñan, Isabel en su oficio

MAMA TIERRA  ¿Isabel, por qué las mochilas bien hechas son tan importante para la cultura Wayuu?

Isabel – Es importante para la mujer saber tejer y hacer bien el tejido. Igual cuando un médico es bueno es su oficio, este es reconocido dentro de su comunidad. Verdad? Es igual para la tejedora Wayuu, su trabajo será admirado por todos.  Sea Wayuu o alijuna (criollo) se preguntaran ¿quien hizo semejante trabajo? Querrán conocer la autora de la obra! En mi caso  las mochilas son mi especialidad. Además el oficio de tejer es el legado que le dejo a las demás mujeres de mi familia, si se deciden por este arte. Una buena tejedora siempre es referencia a seguir por las demás tejedoras. Así se garantiza la existencia del arte de tejer mochilas en el futuro.

“Tejer es un arte que aprendí de mi madre y mi madre lo aprendió de su abuela”, Isabel Guedez Palmar, tejedora alpha. 

MAMA TIERRA – ¿Qué representa el tejido o el tejer para los wayuu?

Isabe l- El tejer para las mujeres Wayuu es un momento y espacio para si mimas. Es un momento que exige serenidad, atención y buen humor. De lo contrario, si se está de mal ánimo, el tejido puede salir mal; el hilo se enreda o se plasma mal el diseño. Yo en mi mente estoy pensado: como será La próxima mochila a realizar? Los colores a utilizar? El diseño el tamaño? Será de hilo o lana? Todo esto pasa por mi mente. 

“Ver terminada la mochila, es como dar a luz un hijo de hilo”

Mujer Wayuu tejiendo Fuente: Grazia.es

Mujer Wayuu tejiendo – fuente: Grazia.es

MAMA TIERRA – ¿Cómo se trasmite la sabiduría del tejido entre los Wayuu?

Isabel –  Yo aprendí este arte de tejer mochilas por medio de mi mamá, aprendí de niña tejiendo unas mochilas pequeñas. Mi mamá estaba siempre a mi lado para asistir mi aprendizaje, uno casi no jugaba como los niños de ahora. Nuestro juego era tejer, era el momento de compartir con mi mamá de madre a hijaYo recuerdo cuando mi mamá me decía ven para que aprendas a tejer, para que puedas hacer algo cuando yo no esté a tu lado y le enseñes a tus nietos. Y así fue! Cuando estoy tejiendo recuerdo sus palabras.

MAMA TIERRA – ¿Qué piensas de las mochilas en Venezuela?

Isabel – Siempre han existido mujeres que no se han destacado en el arte del tejido con acabados no muy agradables. Algunas mujeres Wayuu se trasladaron a las ciudades venezolanas como Maracaibo encabezando la lista, en busca de oportunidades laborales. Las mujeres Wayuu al estar en contacto con la ciudad, toman el estilo de vida urbano y se olvidan de su mochila. Cambian la mochila Wayuu por los bolsos o carteras de los buhoneros o centros comerciales. A su vez las mujeres mayores no le enseñan a las nuevas generaciones el arte de tejer y  las jóvenes tampoco se esfuerzan en destacarse con el tejido. Así pierde se pierda la identidad cultural y este arte termina de extinguirse en determinados clanes. Aunque algunas mujeres están tratado  de rescatar el tejido  y volviendo a utilizar la mochila que alguna vez sus familiares olvidaron, el arte de tejer a la perfección se esta perdiendo.

IsabelLa mayoría de las mochilas elaboradas en los cascos urbanos, no tiene la calidad esperada en comparación con el trabajo que realizan algunas mujeres asentadas en Colombia, aunque todas sean Wayuu. En algún momento se rompió la cadena de la tradición.

MAMA TIERRA –  ¿ Por qué se han perdido los diseños tradicionales? 

Isabel – Bueno se está perdiendo la identidad cultural, se le esta dando poca importancia al uso y significado de los kanas (diseño tradicional Wayuu). Todo esta relaciono con que las personas dejan de hablar Wayuunaiki. A raíz de esto se deja de usar la mochila que caracteriza la proveniencia del Wayuu, se desconoce la importancia del arte del tejer  y ya no se reconoce el significado que lleva consigo cada mochila. 

Mutter Erde: indigene Mütter und ihre Lebensweise

Heute ist Muttertag. Viele Mütter feiern diesen Tag nicht, sie haben eine andere Sicht der Dinge. Für die Indigenen ist die Erde die eigentliche Mutter, hierbei sind sich alle Urvölker einig. Die Erde ist unsere Mutter weil sie uns alles Nötige zum Leben schenkt. Spirituell wie auch materiell.

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Miriam Romero ist letzte Woche an Malaria gestorben. Ihr Vater Sabino Romero war ein Kämpfer um die Landesrechte der Yukpa Indigenen. Landbauer, Minen und eine Inflation von 60% fördert die Ausrottung der Yukpa-Indigenen in Venezuela. Das Volk zählt noch 8000 Personen. Foto: Juan Carlos La Rosa

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Bei den Wayuu-Indigenen bestimmt die Mutter den Nachnamen und somit die Kaste der Kinder. Sie ist zuständig für die Übermittlung der Kultur an die Nachfahren. Fotos: Mama Tierra 

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Die Yanomamis geben über Jahre ihren Kindern die Brust, somit vermeiden sie eine weitere Schwangerschaft sagen sie. Foto:Claudia Andujar/Survival

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Die Añu Frauen, ein fast ausgestorbenes Volk in Venezuela kämpfen mit Umweltverschmutzung. Viele der Frauen fehlt ein Auge, weil sie Stunden im Meer Algen sammeln. Da dieses Wasser stark verschmutzt ist, löst es in den Augen der Frauen Infektionen aus. Einen Besuch im Krankenhaus können sie sich nicht leisten. Die Laguna de Sinamaica, das Gebiet in welches die westliche Kultur vor über 500 Jahren in Amerika eingedrungen sind, war noch nie so arm wie heute.  Fotos: Mama Tierra 

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Die Penan-Kinder in Malasia lernen seit früher Kindheit, dass um ein friedliches Leben in ihrer Gesellschaft zu führen, steht das Kollektive über den persönlichen Bedürfnissen. Fotos: Survival International

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“Wir sind nicht hier für uns selbst, sondern für unsere Kinder und Grosskinder”. Bosquimano, Botsuana.
Foto: Fiona Watson Survival International

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Die Penanes aus Malaysia erzählen, dass der Regenwald die Mutter der Menschen sei. Sie gehört den Verstorbenen, den Lebenden und denen, die noch geboren werden. Foto: Survival International

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Die Awas aus Brasilien, geben den verwaisten Baby-Affen die Brust. Foto: Survival International

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Das Jumma-Volk aus Bangladesch wird stark bedroht. Hunderte von Frauen, Männer und Kinder wurden bei lebendigem Leibe verbrannt, erzählt Sophie Grig von Survival International.

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Die Hadzas, das letzte Volk von Jägern und Nomaden in Afrika. Die Bevölkerung zählt noch 1300 Personen.

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Die Awas aus Brasilien glauben an Gleichberechtigung. Frauen haben verschiedene Partner. Sie sind das zweitletzte nomade Volk in Brasilien. Ihr Territorium ist wegen dem Bergbau um 30% geschrumpft. Foto Survival International

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Eine Awa Mutter sagt: “Wenn der Urwald getötet wird, sterben auch wir”. Foto Survival International

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 Yanomami, Brasil.
Foto: Survival International

Humanitarian disaster in La Guajira

La Guajira is located at the northern end of South America: in the peninsula between Colombia and Venezuela, on the Caribbean Sea coast. Around 600.000 Wayuu-indigenous straddle between both countries, living by their traditions, laws and world view. In La Guajira no paved roads exist but green ways, where donkeys take people to their destination. A Neverland, in which the rain dod Juya and the Goddess Pulowi reign. 

However, their lives are far from being idyllic. The Wayuu are starving due to corruption and political tensions between Colombia and Venezuela, as well as by the pollution of multinational mining companies.

Famine affect children and elderly people the most

The Colombian National Indigenous Organisation – ONIC – has issued alerts about the famine affecting 130.000 Wayuu people in La Guajira. Recently, the Colombian People’s Defender, Jorge Armando Otálora, informed that 40.000 indigenous are starving: 70% are children, women and elderly Wayuu people. In the Colombian 2965 children have died between 2008 and 2013,due to hunger and preventible diseases.

The problem: Wayuu people in Colombia depend on food supply from Venezuela

In the recent years the Colombian Guajira has been importing food from Venezuela at low costs, thanks to Venezuelan subventions. After the social unrest in Venezuela escalated, the 2.219 kilometer border with Colombia has been closed. Caracas justifies the shut down with the lack of food due to food smuggling in La Guajira as the main reason. Also the population from Venezuela suffers from the border being closed, as the imports from Colombia have diminished to 2.5 billon $ from 7 billion $, worsening the scarcity of products. Suspiciously, the Tachira State, where the Venezuelan opposition is the strongest, also limits with Colombia. Protests in Venezuela have precisely escalated due to the scarcity of common goods as flour, rice and milk.

Institutional persecution of Wayuu people in Venezuela 

The Zulia State government, a bordering state with Colombia, has repeatedly made responsible the Wayuu people of this product scarcity. Authorities claim that due to food smuggling, 40 percent of products in Venezuela are made unavailable to the general population.

In 2003 the deceased President Hugo Chavez began the export of gas via the Wayuu people to Colombia. Before that, gas smuggling was not common. In fact, the gas stations in Maicao, Colombia have closed only in the recent years. Mr. Chavez militarised completely the Venezuelan Guajira in 2010, as the gas business was upsetting the diplomatic relations with Colombia. Since then, 28 Wayuu have died. The NGO Human Rights of La Guajira has repeatedly denounced the human rights violations by the Venezuelan army, without success. The last victim by the Venezuelan armed forces is Nelson Enrique Gonzalez, a Wayuu teacher and policeman, who didn’t hear the stop call of a soldier and was shot dead in the head.


Military persecuting Wayuu people

Corruption in La Guajira: as strong in Colombia as it is in Venezuela

Luis is not indigenous but lives in La Guajira and works as dogwatch, smuggling food and gas from Venezuela to Colombia. He earns a month salary in 4 hours, around 50 $ in cash. Luis explains that in order to bring goods to Colombia, there are 6 military stations to pass by. His gang needs approximately 1.000 $ for bribing the Venezuelan military. Trucks carry a maximum of 32 gas pipes, each one with 216 litres. Food is sold 5 times more expensive, gas revenues promise a 100% margin selling it in Colombia.

The other issue is the corruption which is omnipresent in both countries. Even if the government has released funds to build schools and infrastructure in La Guajira, the funds never arrive and disappear in some politicians pocket.

Venezuelan media from left to right accuses the Wayuu people of being responsible of the food shortages. The accusations influence the public opinion, fomenting racism and prejudices toward the indigenous. In an article from the opposition newspaper La Verdad, the Wayuu people are described as: “modern slaves of the Mafia, living on the state subsidy and making a great business on expenses of the Venezuelan citizen”.

Extreme poverty and illiteracy

Following the Colombian Statistical Department, 80% of Wayuu people are illiterate, 30% live in extreme poverty with less than 1 $ a day and a daunting children’s mortality rate menaces toddlers. Benposta, a non government organization which helps indigenous children in Venezuela claims that indigenous women have up to 20 children to ensure that some of them will survive.

Exploitation of natural resources

Big mining companies, such as the Swiss-based GlencoreXstrata occupy the Wayuu-land. The mining activity pollutes their water source and causes environmental damages.  Clencore is to mine for coal The Rancheria river in Colombia, the only water source for the Wayuu.Currently there is a drought in La Guajira. This drought is a huge threat to the Wayuu people self-sufficiency, their animals and agriculture sharpening the dependence of food from Venezuela.

Misgovernment of Colombia and Venezuela is killing the Wayuu people

Daily, Colombia and Venezuela export millions of dollars in oil barrels, coal and salt. Paradoxically, the Wayuu indigenous people are dying of hunger and curable diseases.

The lack of literacy of the Wayuu indigenous is beneficial to the economic systems of Colombia and Venezuela. As both countries rely heavily on their natural resources, it is convenient that the indigenous have no idea how to defend themselves.

A call to all human rights and environmental activists

All this are devastating consequences of the misgovernment of both countries. If social, human rights and environmental activists do not work united, the Wayuu people will disappear. With them their 2500 year culture: a world’s heritage will silently die.