Venezolanische Soldaten entwenden kostbare Hängematte von Wayuu in La Guarija

Brugg, 17. Dezember 2012 – Laut der Non-Profit Organisation für Menschenrechte der Guajira (OMG) in Venezuela, haben Soldaten Hängematten und andere Wertsachen von den Wayuü-Frauen entwendet. Die Tat wurde von der venezolanischen Nationalgarde im nördlichsten Zipfel Südamerikas, Alta Guajira genannt, begangen. Die Wayuu-Indigene sind bestürzt über den Einfluss der Militärkommandos, die die Guajira nach Benzin-Schmuggelern durchkämmen. Am 29. Dezember 2010 erklärte der Präsident Hugo Chavez das Gebiet zum Militärdistrikt der bolivarianischen Republik Venezuelas. Allerdings informierte niemand die Wayuü-Indigene über die neue Rechtsordnung.

Benzin ist in Venezuela billig: 40 Liter kosten knapp 1 USD. In Kolumbien hingegen kostet die gleiche Menge 20 USD. Größtenteils wird der Schmuggel von Kindern betrieben. In Maicao Kolumbien, die grösste islamische Stadt in Südamerika, existieren keine Tankstellen. Stattdessen füllen Kinder am Strassenrand das billige Benzin aus Venezuela ab. Viele von ihnen verletzten sich dabei durch Verbrennungen schwer, die das Schmuggeln mit sich bringt.

Die Alta Guajira ist die Heimat von rund 300’000 Wayüu aus Venezuela. Das karibische Urvolk ist mit der Präsenz der Miliz nicht einverstanden. Gemäss der Nichtregierungsorganisation für Menschenrechte der Guajira (OMG) fühlen sich die Wayuü permanent ihrer Rechte beraubt. Im November 2012 haben Angehörige der venezolanischen Armee die Hängematten von fünf Wayuü-Frauen in Kayuushien bei einer Razzia mitgenommen. Auch rund 250 Dollar Bargeld hat man ihnen entwendet. Gemäss der Matriarke des Epieyu Stamms war sie zum Zeitpunkt des Übergriffs auf der Beerdigung ihres Enkelsohns. Ihre Familie ergriff die Flucht als sie die Truppe von 10 Soldaten bemerkten.

Die Razzia richtete Verwüstung bei den Wayuü-Frauen in Kayuushien an. Fenster wurden zerschlagen, Essensvorräte geplündert und Hütten verwüstet. Theoretisch garantiert Artikel 119 der venezolanischen Verfassung die Rechte der indigenen Minderheiten. Die Regierung setzt aber die guten Vorsätze nicht um. Übergriffe an Indigene sind immer noch die Regel.

Folgende Frauen wurden am 22. November 2012 in der Alta Guajira in Venezuela beraubt:

  • Petra Maria Vaez Silva, 50 Jahre

Schmuck und drei Hängematten

  • Maria del Carmen Hernandez, 62 Jahre

200 Bolivares Fuertes, rund 13 USD

  • Mariangela Gonzalez, 73 Jahre

Drei Hängematten und drei Wayuü-Teppiche: einen hatte ihr Hugo Chavez persönlich geschenkt

  • Marvellis Hernandez, 28 Jahre

3500 Bolivares Fuertes, rund 233 USD

Die Soldaten haben ihren Bruder festgenommen.

  • Maria Altagracias Silva, 71

Handy

73 Jahre alte Wayüu-Indigenin

In angrenzenden Ländern wie Kolumbien herrscht Anarchie. Die Urvölker, die diese Grenzgebiete bewohnen werden von Garimpeiros, Soldaten bis karibische Piraten geplagt. Auf langer Sicht bedroht eine krasse Extraktionsökonomie die grosse Biodiversität des Regenwaldes in Latin-Amerika. Die Energiewirtschaft erstickt weltweit die Verteidiger unserer Mutter Natur; die angesiedelten Urvölker der Karibik.

In Zusammenarbeit mit der Non-Profit Organisation für Menschenrechte Guajira (OMG) in Paraguaipoa, sorgt WayOo für das Wohlergehen der Wayuü-Frauen. Die Wayuü-Taschen finanzieren Solidaritätsprojekte für indigene Völker in Venezuela. Es besteht eine Partnerschaft mit den Benposta-Schulen, die sich für den Bau eines Behindertesheims für Indigene einsetzt. OMG arbeitet ebenfalls mit dem Roten Kreuz und der Obdusmanstelle der bolivarianischen Republik Venezuela (Defensoría del Pueblo) zusammen.

Der Erlös im Dezember 2012 spendet WayOo an die Wayüu Frauen in Venezuela.

www.wayoo.ch

Mama Tierra

December 16th, 2012 View Profile

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